Wie läuft das Ferienprogramm?
Demokratie lernen, das geschieht auch im Point ganz praktisch. Wenn es um die Arbeit im Point geht, reden die jugendlichen Mitglieder des Point-Rats natürlich mit. Hier um den Tisch versammelt Stadtjugendpfleger Frank Henning (v.l.), Point-Rat-Mitglied Senna, Manuela Schlißke (Stadtjugendpflege), Sivan, David und Sophie, alle drei arbeiten im Point-Rat mit.
Gut die Hälfte der Sommerferien liegt inzwischen hinter den Schülerinnen und Schülern. Viele haben ihre freie Zeit erneut mit den Angeboten der münderschen Jugendpflege gestaltet. Ist es wieder so gut gelaufen wie in den vergangenen Jahren?
VON HORST VOIGTMANN
Manuela Schlißke und Frank Henning sind durchaus zufrieden mit den Anmeldungen, auch wenn bei einigen Angeboten Plätze frei blieben, weil das Interesse etwas geringer war. „Das Angebot zum Töpfern war sonst eigentlich immer ausgebucht. Das war in diesem Jahr nicht der Fall. Wir haben keine Ahnung, warum das so war. Auch das Angebot, einmal bei der Polizei vorbeizuschauen, das im vorigen Jahr noch sehr viele Jugendliche angelockt hat, fand nur wenig Interesse. Selbst beim Besuch der Feuerwehr waren nicht alle verfügbaren Plätze besetzt. Wir haben keine Ahnung, woran das lag.“
Allerdings gab es eine Veränderung gegenüber den Vorjahren. In diesem Jahr gab es kein bebildertes Heft, das die Kinder durchblättern konnten, sondern eine Karte in der Größe einer Visitenkarte mit einem QR-Code. Dieser führte die Familien über das Handy oder den Computer zu den Ferienangeboten der Jugendpflege.
Ein mutiger Schritt in Richtung Digitalisierung, den vielleicht nicht alle Familien mitgehen konnten? Als konsequenter und richtiger Schritt hat sich auf jeden Fall die Entscheidung erwiesen, mittwochs ein Angebot für die etwas älteren Jugendlichen zu machen.
„Das Angebot ist sehr begehrt. Das Trampolinspringen und der Besuch im Hochseilgarten wurden auch in diesem Jahr sehr gut angenommen. Für die zwei freien Plätze beim Wasserski finden sich sicherlich noch Interessenten. Bei der Kanufahrt bin ich mir nicht sicher, ob wir für alle freien Plätze noch Anmeldungen bekommen“, sagt Stadtjugendpfleger Frank Henning.
Trotz der Hitze war auch das Spielefest ein großer Erfolg. „Es war das am besten besuchte Spielefest, das ich in der Zeit meiner Tätigkeit hier erlebt habe“, sagt Henning. Manuela Schlißke kann das nur bestätigen.
All diese Aktivitäten wären ohne die Unterstützung der Vereine und natürlich der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendzentrums Point nicht zu bewerkstelligen.
Der Point-Rat hat außerdem entschieden, dass der Point künftig nicht nur montagnachmittags von 15 bis 20 Uhr, sondern auch mittwochs von 15 bis 20 Uhr für die offene Jugendarbeit geöffnet ist.

