Hosta – umrahmt von Kreativität
Blick in den Garten von Christine Rimkus, in dem es neben Pflanzen viel kreative Deko zu entdecken gibt. Fotos: Brinkmann-Thies
Sage und schreibe 250 unterschiedliche Hosta-Sorten hat die Springerin Christine Rimkus im Laufe der Jahre gesammelt.
VON ANNE BRINKMANN-THIES
Über die Vielfalt dieser Pflanzen, die viele auch unter dem Namen Funkien kennen, können sich Gartenfreunde am Sonntag, 19. Juli, selbst ein Bild machen. Dann öffnet Christine Rimkus von 11 bis 18 Uhr ihren rund 800 Quadratmeter großen Wohlfühlgarten. Außerdem gibt es dort Stauden, einen Feigenbaum, Gräser und Farne. Der Garten ist mit allerlei Dingen dekoriert, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben.
„Hosta sind meine Leidenschaft“, sagt Christine Rimkus. Das Gedeihen der Pflanzen liegt ihr sehr am Herzen. Auch in ihrer Facebook-Gruppe, in der die Springerin seit vielen Jahren enge Kontakte pflegt, wird über Pflanzengesundheit diskutiert. Dass nicht nur Schnecken den Hosta bei viel Regen zusetzen können, hat Christine Rimkus vor nicht allzu langer Zeit gelernt. „Die Lebensbäume neben den Hosta haben Wurzeldruck ausgeübt, sodass ich alle Hosta nun ausgegraben und in Töpfe gesetzt habe“, berichtet sie. Auch über Schattennetze tauschen sich die Hosta-Liebhaber aus, denn die Sonne kann ebenfalls Schäden an den Pflanzen verursachen. Dass sie seit Langem ihr besonderes Augenmerk auf Hosta richtet, war eher ein Zufall. Von ihrer Mutter hatte sie eine dieser Stauden übernommen und deren Blattstruktur liebgewonnen. Seither sammelt sie auch auf Märkten die hübschen Herzblattlilien. „Ich freue mich darauf, neue Hosta zu entdecken“, erzählt die Springerin. So wie etwa bei den Hosta-Treffen in Garrel oder im niederländischen Barneveld. Dort komme sie mit vielen Hosta-Freunden zusammen, berichtet Christine Rimkus. In ihrem Garten finden die Stauden mit den farbigen, gehämmerten, geriffelten oder panaschierten Blattstrukturen, von denen viele gerade in Blüte stehen, an vielen Orten ihren Platz. „Ich platziere die Hosta gern auf unterschiedlichen Ebenen, viele auch in Töpfen“, erzählt sie. Und sie ist dabei äußerst kreativ. Wer durch die grüne Oase wandelt, entdeckt neben den verschiedensten Hosta auch spannende Dekoartikel. Wie ein Paar Pumps, die von ihrer Tochter stammen – und zum Wegwerfen zu schade sind. „Ich bekomme viele Sachen geschenkt, die ich dann als Deko in meinen Garten integriere“, erzählt Christine Rimkus mit einem Schmunzeln. Ein besonderer Hingucker sind dabei die Fenster aus dem abgerissenen Springer Bahnhofsschuppen, die sie bekommen konnte. Sie wurden neu verbaut und versprühen jetzt einen ganz besonderen Charme.
„Ich liebe alte Dinge und sammle viel“, erzählt sie. Und so dekoriert Christine Rimkus antike Bügeleisen in den Beeten und gestaltet eine Holzwand mit alten Töpfen und einem Waschbrett. Aber auch viele Holzarbeiten lassen sich im Garten der Familie Rimkus entdecken. Denn Siegfried Rimkus gestaltet mit der Motorsäge sogenannte Carving-Objekte aus Holz.
Da ist etwa eine Ente mit Gummistiefeln. Das Ehepaar freut sich nun auf interessante Gespräche beim „Tag der offenen Pforte“. „Uns macht es einfach Spaß, anderen Menschen unseren Wohlfühlgarten zu zeigen“, sagt Christine Rimkus. Und schließlich erkundet sie selbst auch gern die Gärten, die andere Menschen anlegen – jeder nach seinem Geschmack.
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Der Garten von Christine und Siegfried Rimkus, Im Reite 9 in Springe, ist am 19. Juli in der Zeit von 11 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.

