Point hat jetzt einen Rat
Im Büro von Frank Henning wird viel diskutiert, aber auch viel gelacht. Sena (von links), Kyra und Sivan werden von Stadtjugendpfleger Frank Henning und seiner Kollegin Manuela Schlißke ernst genommen.
Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Stadtjugendpflege, Frank Henning und Manuela Schlißke, können sich auf die Unterstützung von über zehn Jugendlichen verlassen, die den Point-Rat bilden. Dabei kommt es den jungen Leuten nicht darauf an, klug herumzureden, sondern Initiative zu ergreifen.
VON HORST VOIGTMANN
Stefanie, Emma, Lea, Sena, Arzu, Emily, Sophie, Kyra, Sivan, David und Frank sind derzeit im Point-Rat. Sena erinnert sich an den 13. August 2024. Das könne man wohl als Datum benennen, an dem die Idee entstand, den Point-Rat zu bilden – also vor gut anderthalb Jahren.
Jetzt tagt die Gruppe regelmäßig dienstags. „Die Idee kam eigentlich von einem Zeitungsartikel, der unten im Flur in einem Schaukasten hing und den ich mir irgendwann aus Langeweile mal durchgelesen habe“, sagt Sivan.
Jetzt steuere die Gruppe Ideen bei, was man alles machen könne, um die Jugendarbeit im Point zu intensivieren.
„Vielleicht ist es gut, wenn wir erst mal den Flyer erneuern, damit wir mehr Leute für die Angebote im Point interessieren. Das ist erst mal unser wichtigstes Ziel“, sagt Sena.
„Ja, dann waren da Leute, die gerade bei der Juleica-Ausbildung waren, und die fanden das auch gut. Und dann haben wir den Point-Rat beschlossen. Aber die Idee kam von dem Zeitungsartikel“, betont Sivan.
„Ja, die erste Idee war es, den Flyer neu zu machen, und jetzt soll es weitergehen, dass wir überlegen, was für weitere coole Sachen wir so alles machen können“, ergänzt Sena. „Zum Beispiel Disco- oder Kinoabende. Eigentlich geht es darum, dass man über die Bedürfnisse der Jugendlichen nachdenkt und dafür Angebote plant.“
Könnte ja sein, dass die Jugendlichen das selbst besser hinbekommen als die hauptamtlichen Mitarbeiter der Stadtjugendpflege.
Sena nickt: „Denken wir auch so“, sagt sie. „So könnte der Point-Rat eine Unterstützung für die hauptamtliche Stadtjugendpflege sein. Deshalb wurden wir ja auch bei der Juleica-Schulung dafür ausgebildet, damit wir an dieser Stelle Verantwortung übernehmen können.“
Wenn es unterschiedliche Meinungen im Point-Rat gibt, werde übrigens abgestimmt und damit auch ein Kompromiss gesucht. So wird auch Demokratie erlebbar gemacht.
Mit den jungen Leuten, die im Point-Rat mitarbeiten, haben Manuela Schlißke und Frank Henning auch für das Ferienprogramm ein Team, das die Hauptamtlichen bei der Planung und Durchführung der Angebote in den Sommerferien unterstützt. Und dafür werden auch in diesem Jahr viele helfende Hände gebraucht.

