Basketball-Sparte entwickelt sich

Tim Ole Hohmann, der in einem dualen Studiumgang „Sport Ökonomie“ studiert, ist auch bei des Abteilung Basketball aktiv.

Tim Ole Hohmann, der in einem dualen Studiumgang „Sport Ökonomie“ studiert, ist auch bei des Abteilung Basketball aktiv.

Fünf Mannschaften spielen bei der Turn- und Sportvereinigung von 1862 Bad Münder Basketball. Jürgen Molitor, der selbst als junger Mann ein erfolgreicher Basketballspieler war, leitet seit 15 Jahren die Basketballabteilung.

VON HORST VOIGTMANN

Bad Münder. Er ist stolz darauf, dass es fünf Mannschaften gibt: zwei U-10-Mannschaften, eine in Bad Münder und eine in Springe. Außerdem gibt es eine U-12-, eine U-14- und eine U-18-Mannschaft.

Am Montagnachmittag geht es in der Sporthalle der Grundschule Bad Münder munter zu. Die U-10-Mannschaft ist dribbelnd in der Halle unterwegs. Die Kinder nehmen sich gegenseitig den Ball ab und dribbeln Richtung Korb, der für diese Altersgruppe niedriger hängt als bei ausgewachsenen Basketballspielern. „Das haben wir extra so anbringen lassen“, erklärt Jürgen Molitor. Das war nicht ganz billig. Anders würden die jungen Spielerinnen und Spieler den Korb auch nur schwer erreichen. Wer mit dem Ball Richtung Korb unterwegs ist, darf eines nicht tun: sich den Ball unter den Arm klemmen und damit mehr als zwei Schritte laufen. Der Ball muss gedribbelt oder an einen Mitspieler abgegeben werden. Viele der Kinder zeigen, dass sie das Dribbeln schon ganz gut beherrschen.

Kürzlich sei die U-12-Mannschaft bei einem Auswärtsspiel in Nienburg gewesen und habe das Spiel gewonnen. Auch die Springer U-10-Mannschaft habe ein Spiel beim Christlichen Verein Junger Menschen in Hannover gewonnen, erzählt Jürgen Molitor. Das sei motivierend!

Jürgen Molitor war Geschäftsführer des Deutschen Basketballbundes. Als Abteilungsleiter Leistungssport leitete er beim Deutschen Basketballbund die Geschicke der Nationalmannschaften. In seine Amtszeit fiel unter anderem der Gewinn des Europameistertitels im Jahr 1993. Nach seinem Ausscheiden beim Deutschen Basketballbund war Molitor Mitte der 1990er-Jahre Manager des Bundesligisten Brandt Hagen.

„Wir haben das Mini-Basketballprogramm seit mehr als einem Jahr verstärkt mit den Grundschulen in Bad Münder und Springe gemacht“, sagt Molitor und ergänzt: „Nach den Herbstferien beginnen wir hier in Bad Münder mit einer Ballschule für Kindergartenkinder im Alter von drei bis sechs Jahren.“ Ob sich das auch in einigen der zu Bad Münder gehörenden Dörfer einrichten lasse, werde sich zeigen.

Um die jüngsten Basketballspieler an die Sportart heranzuführen, wurden Konzepte entwickelt, die „die Allgemeinmotorik von Kindern fördern. Mit der Hand, dem Fuß und dem Schläger werden Kinder vom Allgemeinen zum Spezifischen in die Welt der Sportspiele eingeführt“, heißt es in einem Informationsflyer, der die Heidelberger Ballschule vorstellt.

Ribera Rickus, Mutter zweier Kinder, unterstützt die Mannschaft ehrenamtlich beim Basketballtraining. Sie ist Ansprechpartnerin sowohl für die Kinder als auch für die Eltern und kümmert sich um die Außenwerbung für die Basketballsparte. Ihr zehnjähriger Sohn ist bereits bei der U-10- und der U-12-Mannschaft dabei. Bei Auswärtsspielen ihres Sohnes fährt sie mit ihrem Siebensitzer mit, nimmt auch andere Kinder mit und betreut die übrigen Spieler der Mannschaft. „Mein Sohn wird demnächst die Schule wechseln, und da schauen wir uns nach einer passenden Sportschule um.“

Ihre vierjährige Tochter wird nach den Herbstferien das Angebot der Heidelberger Ballschule nutzen. Das für Basketball unbedingt erforderliche Dribbeln könne sie schon ganz gut, sagt die stolze Mutter.

Der 17-jährige Ole Janack hat sich zum Basketballtrainer ausbilden lassen. „Ich hatte meinen Minitrainerschein gemacht und war in diesem Jahr auf Borkum, weil ich jetzt noch die U-14-Mannschaft übernehme“, sagt Ole Janack. Das Planen des Trainings für Kinder gehört zu seinen Aufgaben. „Ich plane bedürfnisorientiert. Wir hatten jetzt ein Spiel, das wir gewonnen haben. Ich habe geschaut, welche Stärken und Schwächen wir haben. Und darauf basiert dann auch das Training. Außerdem hoffe ich, eine Vertrauensperson für die Kinder zu sein, wenn sie traurig sind oder irgendwelche Probleme haben.“

Sein Berufsziel ist es, Sozialassistent und darauf aufbauend Erzieher zu werden.